Wenn du ‘mal ganz ehrlich bist, wie kleidest und stylst du dich im Home-Office? Mir wird immer wieder von Kundinnen berichtet, wie so ein Home-Office Outfit aussieht und das ist in 80 % aller Fälle nicht wirklich business-like.

Leider bedenken viele dabei nicht, dass nicht nur unsere innere Haltung eine Wirkung auf unser Äußeres hat, sondern auch unser Äußeres auf unser Inneres wirkt. Dein persönlicher „Dresscode“ bestimmt durchaus dein Mindset.

In Jogginghosen – oder womöglich im Nachthemd – wirst du ganz sicher bei einem Telefonat eine andere Haltung und Wirkung auf deine Kunden und Geschäftspartner haben, wie in einem für dich typischen Outfit, mit dem du Kunden auch persönlich empfangen würdest.

Auch in Punkto Kleidung und Styling bedarf es im Homeoffice für effektives Arbeiten eine große Portion Selbstdisziplin sowie Selbstmanagement-Kompetenz. Den ganzen Tag im Pyjama herumzulaufen mag traumhaft klingen – passt jedoch in erster Linie zu Kakao und Wollsocken. Souveräner und professioneller bist du, wenn du dich bei der Arbeit entsprechend kleidest.

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Immer mehr Menschen arbeiten von zuhause aus, gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Was uns die Stars und Sternchen der Onlinewelt vorleben, ist für unsere Kunden und Kooperationspartner jenseits der Generation Y noch lange nicht selbstverständlich. Noch dazu ist es aus meiner Sicht gegenüber unserer beruflichen Aufgabe und uns selbst gegenüber eine schöne Wertschätzung, uns auch im Homeoffice ein bisschen schick zu machen.

Äußerlichkeiten beeinflussen nicht nur unsere Wirkung auf andere Menschen, sie beeinflussen ebenso die eigene Leistung. Diesen Effekt bestätigen aktuellere Studien des Psychologen Abraham Rutchick und seiner Kollegen von der California State University. Sie erforschten, wie sich Kleidung auf unser Denken auswirkt.

Sie führten mit 90 Studenten unterschiedliche Assoziationstests durch. Eine Hälfte der Probanden trug  während der Tests ihre Alltagskleidung und die andere Hälfte war wie bei einem Bewerbungsgespräch gekleidet.  Rutchick berichtet im Anschluß, dass die formell gekleideten Studenten in der Lage waren wesentlich abstrakter und ganzheitlicher zu denken. Beispielsweise wurden sie nach Fortbewegungsmitteln befragt und gaben neben Begriffen wie „Auto“ oder „Fahrrad“, auch „Kamel“ an.

Zwar halte ich es nicht ganz wie Karl Lagerfeld, dass man als Jogginghosenträger gleich die Kontrolle über das eigene Leben verloren hat, aber ein Minimum an Mühe kann man sich schon geben, um sich ein wenig kompetenter zu fühlen und zu wirken.

Es muss ja nicht gleich ein „steifes Outfit“ oder ein klassisches Kostüm sein – es sei denn, du fühlst dich darin pudelwohl. Denn es geht bei deinem ganz persönlichen Stil zu allererst um deine Persönlichkeit in Verbindung mit deiner Branche und deinem Business. Es geht ebenso darum, mit welchen Kunden du arbeiten und welche Menschen du anziehen möchtest. Stell’ dir hier unter anderem einmal diese beiden Fragen: „Wen möchte ich erreichen?“, „Was erwarten diese Menschen und (potenziellen) Kunden von mir?“, „Wie möchte ich wirken?“ und „Was kann ich jetzt gleich und an dieser Stelle zum Positiven verändern?“.

Meine Empfehlung ist, je nach Typ und Stil, ein casual Business Outfit, wie zum Beispiel ein tolles Kleid (das kann ein bequemes und dennoch schickes Jersey- oder Strickkleid sein), eine Chino mit Cardigan oder eine Jeans mit Blazer. Eben ganz so, wie du dich wohl fühlst, wie es zu dir passt und wie du dich dann auch vor die Tür trauen kannst.

Im besten Fall, ist es ein Outfit und ein Look, mit dem du, als Geschäftsfrau, sofort und ohne rot zu werden, an einem spontanen (Online-) Meeting teilnehmen, ein Akquisegespräch führen oder dem attraktiven Postboten die Tür aufmachen kannst. Und, wer weiß, wer da noch an der Tür klingelt oder wen du auf dem Weg zur Bank triffst?

Wie, wohin oder wen auch immer, ich bin davon überzeugt, mit ungekämmten Haaren und im Schlabbershirt wirst du dich unsicher fühlen. Was dafür sorgt, dass du dich mehr auf diese Unsicherheit, als auf das Gespräch konzentrieren kannst.

Vielleicht wirst du sogar mehrmals am Tag das Haus verlassen, zur Post, in ein Café oder vielleicht in einen Supermarkt gehen. Überall triffst du Menschen, die potenzielle Kunden oder Kontakte sein können. Menschen, die dich weiterbringen können. Da solltest du so aussehen und wirken, wie es dir entspricht und wie es dein Business verlangt. 

In diesem Sinne einen produktiven und stilvollen (Home-) Office-Tag!

Herzliche Grüße

Christine