Sei doch mal ehrlich: Wie viel Krimskrams hast du zuhause, dem du seit Jahren keine Beachtung mehr geschenkt hast? Wie viel Prozent der Kleidungsstücke, die Du im Schrank hast trägst Du tatsächlich?

Bei unzähligen Kleiderschrank Check-ups während meiner 15-jährigen Arbeit als Persönlichkeitscoach und Imageberaterin, habe ich festgestellt, dass die meisten Frauen mindestens 50 % zu viel im Schrank haben. Das versperrt den Blick auf’s Wesentliche und macht morgens schon schlechte Laune.

Im Rahmen einer internationalen Studie mit über 3200 Frauen und Männern nahm sich 2011 ein Marktforschungsunternehmen im Auftrag von Lenor die Kleiderschränke der Deutschen vor. Dabei kamen äußerst spannende Tatsachen zum Vorschein. Die Mehrzahl der Deutschen räumen ihren Kleiderschrank nur einmal im Jahr auf. Längst vergessene „Schätze“ finden sich bei 52% der Studienteilnehmer. Hierbei handelt es sich um Kleidung, die zwar längst in Vergessenheit geraten ist, aber durchaus noch getragen werden könnte.

Wer kennt das nicht: Ein Schnäppchen gemacht, das neue Shirt in den Schrank gelegt und direkt vergessen. Laut der Studie liegen die guten Stücke bei über 82 % der Frauen bis zu vier Jahren ungetragen und völlig unbeachtet im Kleiderschrank. Outfits, die längst zu klein oder zu groß geworden sind, werden nur ungern aussortiert. Mal sind sie die Erinnerung an besondere Momente oder die Frauen glauben, diese irgendwann einmal wieder zu brauchen und tragen zu können.

Vielleicht kennst du das? Das würde zumindest erklären, warum auch du ab und zu vor deinem 6-türigen, sehr gut gefüllten Schrank stehst und dich mit schreckgeweiteten Augen und verzweifelter Stimme rufen hörst: „Schaaatz, ich hab‘ gar nichts zum Anziehen!“. Was dazu führt noch mehr zu kaufen, was dazu führt… Das muss ich wohl nicht noch genauer beschreiben… Der Schrank „platzt aus allen Nähten“ und der Geldbeutel magert ab. Glaub’ mir,  “ausmisten“ befreit!

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Dazu gebe ich dir folgende Tipps:

1 // Türen auf, einen Teil der Kleidung herausnehmen, auf einen rollbaren Kleiderständer hängen und/oder auf dem Bett ausbreiten, Überblick verschaffen.

2 // Nun solltest du drei bis vier Kisten bereit stellen, die du mit  den folgenden Aufschriften versehen kannst (oder finde deine eigenen):

  • „Kleiderspende“
  • „Second Hand Boutique“ oder „Ebay“
  • „?“ („ich-weiß-noch-nicht-ob-ich-mich-trennen-kann“)
  • Einzelteile (ohne weitere Kombinationsteile untragbar)

3 // Jetzt schaust Du alle Teile nach folgenden Kriterien durch und sortierst sie entsprechen in den Schrank oder in die Kisten:

  • Passt dir die Kleidergröße (noch)?
  • Betont der Kleidungsschnitt deine Vorzüge und kaschiert an den entsprechenden Stellen?
  • Hat das Teil eine Farbe, die Deine Augen und deinen Teint strahlen lassen?
  • Fühlst du dich wohl damit?
  • Passt der Stil (noch) zu dir? Ist der Stil noch zeitgemäß?
  • Hast du Kombinationsteile dafür, so dass ein komplettes Outfit entsteht?
  • Wenn nicht, was fehlt dir?
  • Vielleicht ist es die passende Strumpfhose zum Rock oder das Oberteil zur Hose oder die Schuhe zu einem sonst kompletten Outfit. Solange ein Teil fehlt, wird Vorhandenes nicht getragen und kann kein Lieblingsteil bzw. -Outfit werden. (Setz’ es auf deine auf die Shopping-Liste!)
  • Was hast du seit 1-2 Jahren nicht mehr getragen? (Außer dem Ballkleid, das du nur alle paar Schaltjahre brauchst.)
  • Bist du „mit deinem Schrank“ für alle Eventualitäten gewappnet?
  • Fehlt dir ein Outfit, mit dem du dich bei spontanen Einladung blicken lassen kannst? Wenn nein, was fehlt dir? (Kommt auf die Shopping-Liste!)

4 // Stelle die Kiste mit dem „Fragezeichen in den Keller oder Abstellraum und beobachte, ob du die Teile nach einem halben Jahr vermisst. Nein? Dann weg damit!

5 // Spende die Teile, die Du gleich aussortieren konntest für einen guten Zweck, schenke sie einer Freundin zu der sie besser passen oder verkaufe sie z. B. im Second Hand Shop oder Online.

6 // Sortiere jetzt alle verbleibenden Stücke in deinem Schrank nach einem bestimmten System. Hier hast du u.a. folgende Möglichkeiten:

  • nach Farben
  • nach Anlass (Alltag, Business, Event…)
  • nach kompletten Outfits
  • nach Saison
  • (…)

7 // Schau dich in deinem nun übersichtlicheren Schrank nach neuen Kombinationsmöglichkeiten um. Vielleicht kommst du auf ganz neue Ideen und erhältst so ein bis mehrere „neue Outfits“. Sicher hast auch du versteckte Schätze und kannst so noch viel mehr aus deinem Schrank herausholen.

8 // Wenn du dir die Kombinationen nicht merken kannst, mach’ Fotos davon und hänge sie dir z. B. an die innere Schranktüre. 

9 // Schau’ dir deine bisher entstandene Shoppingliste an und füge hinzu, was dir noch fehlt, um einen wirklich gut funktionierenden Kleiderschrank und nur noch Lieblingsoutfits darin zu haben.

  • Hast du zu allen Outfits auch die passenden Schuhe?  Strümpfe? Tasche?
  • Fehlt dir noch ein Accessoire, wie Kette oder Schal, um das Outfit zu vervollständigen?
  • …Mantel, Jacke, Blazer?
  • (…)

10 // Nehme dir etwas Zeit, um die fehlenden Teile zu shoppen und zwar zunächst einmal NUR DIE FEHLENDEN TEILE, die Deine Outfits vervollständigen!

Wenn Du diese Schritte der Reihe nach gehst, die Tipps beherzigst – und ganz wichtig: in Zukunft nur noch komplette Outfits kaufst und dafür ein anderes aussortierst – wirst du früher oder später zwangsläufig nur noch Lieblingsoutfits im Schrank haben und diesen mit Freude öffnen. Versprochen!

Viel Freude und Erfolg beim „ausmisten“ wünscht dir

Christine