Damit das, was du zu sagen hast auch wirklich ankommt und dir Menschen gerne folgen

Vielleicht hast du bereits in einem der anderen Artikel gelesen oder in Episode 01 der Soulful Leadership Podcasts gehört, dass 80 % der Führung Kommunikation ist. Deshalb macht eine wirksame Kommunikation auch deine  Führung wirksamer.

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Was genau ist Wirksamkeit? 

Eine Medizin ist beispielsweise wirksam, wenn sie den Verlauf einer Krankheit  günstig beeinflusst oder heilt. Kommunikation ist dann wirksam, wenn sie ebenso zu einem bestimmten Ziel führt. 

Und das Wirksam sein der Kommunikation, ist der Grad, in dem das, was wir  sagen wirksam ist. Einfach gesagt, wenn bei unserem Gegenüber genau das  ankommt, was wir ausdrücken wollen.  

Missverständnisse in der Kommunikation 

Leider ist es so, dass das Missverständnis in der Kommunikation die Regel ist.  Nicht, das Verstehen. Hierzu eine kleine Story zum Schmunzeln aus dem Buch „Kulturgeschichte der Missverständnisse“:  

Die Fotografin Lynn Goldsmith sitzt im Taxi, als der heiß ersehnte Anruf kommt. Sie erhält den Auftrag Bob Dylan zu fotografieren. Später berichte sie im Dylan Fan-Magazin „Series of Dreams“, daß sie damals so glücklich und emotional aufgewühlt war, das sie dem Taxifahrer zugerufen hat: „I’m going to shoot Dylan. Bob Dylan!“ Der Fahrer hielt abrupt an und forderte sie auf, umgehend  auszusteigen. Er sagte, er befördere keine Meuchelmörder.  

Durch die Aussage des Taxifahrers, hatten sie die Möglichkeit das Missverständnis aufzudecken. Was ein Glück. Hätte der Fahrer geschwiegen und wäre anschließend zur Polizei gefahren, hätte das Ganze noch völlig anders  ausgehen können.  

Diese Story zeigt, wie wichtig es ist, maßgebliche Gedanken nicht nur zu denken, sondern sie auch aussprechen. Doch in erster Linie macht sie deutlich:  

Jeder Mensch hat seinen eigenen Filter 

Es ist also unmöglich absolute Wirksamkeit bei jedem Gegenüber zu erzielen.

Stellen wir uns vor, dass jeder auf seinem eigenen Planeten lebt, in seiner ganz  eignen Welt, mit ganz individuellen Regeln und Gesetzen. Eine innere Welt mit  ganz unterschiedlichen neuronalen Trampelpfaden, einer ganz individuell  angelegten Landschaft, unterschiedlichen Werten, und einem eigenen Richtig und einem eigenen Falsch.  

Genau aus dieser inneren Welt heraus treffen wir im Außen Entscheidungen, bewerten Situationen und sprechen mit anderen Menschen.  

Ich hoffe, mit diesem Bild von der eigenen Welt wird für dich nochmal klarer, warum das Missverständnis in der Kommunikation die Regel ist. Umso wichtiger  ist es, für unsere Wirksamkeit, dass wir uns klar ausdrücken. Denn für jeden von uns gelten – meist unbewusst – die Gesetzmäßigkeiten unserer eigenen Welt.  

Vermutlich kennst du das „Sender-Empfänger-Modell“. Trotzdem ist es an  dieser Stelle wichtig, es nochmal in diesem Zusammenhang zu lesen: Denn  genau aus dieser ganz eigenen Welt heraus, codieren wir unsere Worte  und decodieren die Worte unseres Gegenübers. 

Auf der einen Seite gibt es den „Sender“ oder die Senderin. Sie oder er „verpackt“ die Botschaft in kommunikative Signale, wie Sprache und  Körpersprache, und „schickt“ sie zum „Empfänger“ oder zur Empfängerin. In  deren Welt laufen diese Signale durch den jeweiligen persönlichen Filter und werden dann „decodiert“.  

Die Kommunikation ist dann erfolgreich, du erinnerst dich sicher, wenn die empfangene Nachricht mit der gesendeten Nachricht, identisch ist. Also dann, wenn Empfangende verstehen, was Sendende meinen. Und das ist gar nicht so einfach. 

Was kannst du also dafür tun, um deine Kommunikation wirksamer zu machen? 

Mach dir zum einen ganz bewusst, was du bisher gelesen hast. Also, dass dein Gegenüber „auf seinem eigenen Planeten lebt“ und du sie oder ihn genau da erreichen musst. Und zum anderen, dass auch du „in deiner eigenen Welt  zuhause bist“.  

Reflektiere, wie klar du deine Botschaften nach Außen bringst. Hat dein Gegenüber überhaupt eine Chance dich zu verstehen?  

Je klarer du dir selbst bist, desto klarer wirkst du im Außen 

Mach dir also vor einem geplanten Gespräch klar, welches Ziel du damit erreichen willst. Was genau möchtest du vermitteln? Bring das möglichst knackig auf den Punkt. Was bedeutet, nicht um den heißen Brei zu reden, sondern kurze Sätze zu bilden, die möglichst wenig Spielraum für Interpretation lassen. Ja, auch Soulful Leaderinnen und Leader kommen zur Sache. 

Auch das ist Wertschätzung an dein Gegenüber und seine Zeit. Um zur Sache zu kommen brauchst du, außer innerer Klarheit, Verbundenheit zu dir und den anderen. Sei klar in der Sache und empathisch mit Menschen.  

Das kannst du üben, indem du zunächst deine schriftlichen Formulierungen freundlich zugewandt auf den Punkt bringst. Damit wird es mit der Zeit auch  verbal immer leichter. Lass alles, was nicht wichtig ist und dazu dient, zum Ziel  zu kommen einfach weg. Kürze deine Texte immer weiter. Vermeide Worte, die Zweifel oder Unsicherheit ausdrücken, Weichmacher, wie eigentlich, vielleicht & Co..  

Schenke deinem Gegenüber Aufmerksamkeit 

Das ist immens wichtig für deine wirksame Kommunikation und Führung:  Frag beim Gegenüber nach, wie sie oder er es verstanden hat oder, ob noch  Fragen bestehen. Natürlich gilt das auch umgekehrt.  

Wenn du sicher gehen willst, ob du richtig verstanden hast, was die oder der  andere vermitteln möchte, wiederhole das Gesagte in deinen Worten. Dabei  kannst du mit „habe ich dich richtig verstanden?“ beginnen. Oder frag nach „Wie  genau meinst du das?“.  

Und höre gut zu! Schenke deinem Gegenüber Aufmerksamkeit. 

Ganz sicher gibt es hier noch einiges zu ergänzen. Doch für diesen Artikel ist es  hier zunächst wichtig, dass du das Grundprinzip noch einmal verinnerlichst. 

Wissen ist nicht umsetzen 

In Coachings oder auch während meiner Seminare, erlebe ich es immer wieder, dass die Teilnehmenden sagen „das kenne ich!“. 

Doch wenn ich dann frage „wie setzt du es um?“. Was glaubst du, passiert dann?  Die Meisten kommen da ziemlich ins Straucheln. Wissen heißt nicht, dass sie es  auch umsetzen.  

Ich will DICH motivieren ins Tun zu kommen!  

Wende dein Wissen an. Ja, auch und gerade dann, wenn es im Alltag stressig  wird. Es vorher zu üben hilft dabei, dass es irgendwann so automatisch geht wie  Zähne putzen. Das funktioniert dann auch im Stress immer besser. Wenn wir  dafür keine Strategie haben, haben wir dann so gut wie keine Chance. Doch  gerade dann ist Wirksamkeit besonders wichtig. 

Achtsamkeit und Wertschätzung 

Es gibt noch zwei entscheidende Punkte, die deine Kommunikation wirksam machen: Achtsamkeit und Wertschätzung. Welche sich an die bereits  angesprochene Empathie anlehnen. 

Das erreichst du, unter anderem indem du Verständnis für Andersartigkeit hast oder entwickelst. Beschäftige dich mit den unterschiedlichen Persönlichkeits- und Kommunikationstypen und hole deine Gegenüber verbal da ab,  wo sie oder er gerade steht.  

Sorge dafür, dass deine Botschaft gerne aufgenommen wird und auch ankommt. Hier hilft es, dich und deine Kommunikation immer wieder zu reflektieren. Und gib auch deinem Team die Möglichkeit dazu. 

Einen Leitfaden zur Selbstreflexion erhältst du in meinem vorherigen Artikel oder höre dir die Episode #2 des Soulful Leadership Podcasts an.  

Feedback zu deiner Wirkung

Hole dir außerdem ein Feedback von Kolleg*innen oder Bekannten zu deiner äußeren Haltung und Wirkung ein: 

  • Wie wirkt deine Gestik, Mimik und Körpersprache?  
  • Wie wirkst du in deinem gesamten Auftreten?  

Dann prüfe, welche Aussagen sich wiederholen und genau die sind besonders aussagekräftig. Genau dort kannst du intensiver hinschauen. 

Um andere Menschen zu verstehen und verstanden zu werden, empfehle ich dir eine wesentliche Kompetenz entwickeln. Die Synchronisation der drei Ebenen:

Ebene 1 : 

Die Kommunikation mit dem Gegenüber, d.h. im Gespräch hörst du zu und sprichst selbst – verbal und nonverbal. Das ist die Ebene, mit der wir die  Kommunikation im Alltag beschreiben.  

Ebene 2: 

Die Kommunikation mit uns selbst. Denn innerhalb jeden Gesprächs auf Ebene 1,  läuft parallel auch ein Kommunikationsprozess mit uns selbst.  

Sei ehrlich! Wie oft ertappst du dich dabei, wie du in GedankenInteraktionen  kommentierst, oder merkst wie Emotionen in dir aufsteigen. Bleibt diese Ebene unbeachtet, ist es häufig nicht die „mangelnde  Kommunikation“, sondern die unausgesprochenen Erwartungen, die zu  Missverständnissen führen.  

Bevor wir also unsere Kommunikation auf Ebene 1 wirkungsvoll und wirksam gestalten können, müssen wir zunächst über unsere eigenen Muster im Klaren sein.  

Ebene 3: 

Gibt uns den Überblick. Es ist wichtig, das große Ganze zu sehen und  mit etwas Abstand zu betrachten. Wenn du von außen auf die  Gesprächssituation schaust: 

  • Wie wirken die Gesprächspartner auf dich?  
  • Schwingen sie auf einer Wellenlänge?  
  • Oder steigt jemand gedanklich aus?  
  • Bleibt der Fokus auf dem Thema?  

Eine wirksame Kommunikation besteht also immer aus einer Kombination von

  • Gesprächs- und Fragetechniken,  
  • Selbstreflexion und 
  • Prozesssteuerung 

Unsere volle Wirkung und Wirksamkeit entfalten wir durch eine zugewandte innere und äußere Haltung und eine echte Verbindung zu anderen. (Mehr Infos zum Konzept der Synchronisation kannst du im Buch „Kommunikation als Basis wirkungsvollen Führungskräfte-Coachings“ von Johanna Friesenhahn nachlesen.)

Wenn du das alles tief im Inneren verstanden hast und du es wirklich willst, setze dein Wissen dafür ein, deine Kommunikation und Führung noch wirksamer zu gestalten. Damit du deine Visionen und Ziele erreichst und  Menschen dir gerne folgen. 

Behalte dabei stets im Hinterkopf: 

 

Gedacht ist nicht gesagt, 

gesagt ist nicht gehört, 

gehört ist nicht verstanden, 

verstanden ist nicht gewollt, 

gewollt ist nicht gekonnt, 

gekonnt und gewollt ist nicht getan, 

getan ist nicht beibehalten. 

– Konrad Lorenz –

Gerne unterstütze ich die dabei, deine Wirksamkeit zu steigern und dran zu bleiben.

Wirksame Kommunikation hat einen grossen Nutzen und eine direkte Auswirkung auf deine Führungsqualität als Leaderin oder Leader. 

Es lohnt sich daran zu arbeiten und dabei wünsche ich dir viel Erfolg!  

Herzlichst  

Deine Christine 

 

PS: Wenn du dir meine ganz individuelle Unterstützung wünschst, lass uns  gerne in einem 30-minütigen Impulsgespräch besprechen, was ich für dich tun kann und  du wirst dir bereits erste Impulse mitnehmen. Ich freue mich auf dich!

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